Reinhold Gall: „Der Weiterbetrieb von Neckarwestheim I ist unverantwortlich gegenüber den Menschen in der Raumschaft Heilbronn!“
Heftige Kritik übt Reinhold Gall, SPD-Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Neckarsulm, an der Entscheidung der Bundesregierung, die Laufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland massiv zu verlängern. „Die längeren Laufzeiten sind CDU und FDP offensichtlich wichtiger als die Sicherheit der Menschen im Land“, erklärt der Abgeordnete, der im vergangenen Jahr durch eine Landtagsanfrage erfuhr, dass die Notfallpläne für den Stadt- und Landkreis Heilbronn im Falle eines GAUs in Neckarwestheim, Mängel aufweisen. Auch deswegen hält er es für höchst bedenklich, Block I noch acht Jahre länger am Netz zu lassen. „Unfassbar ist auch, dass die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen für die Atomkraftwerke auf ein Minimum reduziert wurden“, empört sich der SPD-Politiker. „Vor zwei Wochen hat Bundesumweltminister Röttgen noch Schutzhüllen gegen Flugzeugabstürze gefordert, heute wollen CDU und FDP davon nichts mehr wissen.“
Auch für die Förderung der erneuerbaren Energien bedeute diese Entscheidung einen erheblichen Rückschlag. „Nicht nur, dass die technologische Entwicklung auf diesem Gebiet durch die Laufzeitverlängerung gebremst wird, das Monopol der vier großen Energiekonzerne wird durch diese Entscheidung zementiert“, so Reinhold Gall. Dies bringe Nachteile für Stadtwerke sowie regionale und kleine Energieversorger mit sich. „Zudem bedeutet es Wettbewerbsnachteile für das Handwerk“, kritisiert Gall weiter. „Im Frühjahr haben viele kleine Handwerksbetriebe aus der Region bei KACO in Neckarsulm gegen die Kürzung der Solarförderung demonstriert. Ich hoffe, sie tun dies nun wieder!“
Am Donnerstag, den 17. Juni 2010 veranstaltete der SPD Ortsverein einen Diskussionsabend zur Zukunft der Kinderbetreuung in Gundelsheim. Armin Englert, der Vorsitzende des SPD Ortsvereins, konnte dazu sehr viele Eltern begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Frau Bürgermeisterin Heike Schokatz und Herrn Pfarrer Weikart.
Wie wünschen sich die Eltern die künftige Kinderbetreuung? Diese Frage nahm einen breiten Raum schon zu Beginn der Veranstaltung ein. Die Elternwünsche wurden entsprechend den Altersgruppen der Kinder eingeteilt. Bei den Krippen ( 1 bis 3 Jahre ) waren dies mehr Flexibilität, Ganztagesbetreuung, Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr und ein Mittagessen. Bei den Kindergartenkindern wurden diese Punkte noch durch eine Betreuung in der Ferienzeit, einem Orientierungsplan und der Integration der Stadtteile ergänzt.
Die Schulkinderbetreuung soll dagegen eine eigene Institution sein, eine Hausaufgabenunterstützung bieten und ebenfalls die Ferienzeit abdecken. Frau Bürgermeisterin Schokatz und Herr Pfarrer Weikart nahmen die Gelegenheit wahr, sich über diese Wünsche der Eltern zu informieren. Beide stellen ihre Sichtweise und die Problematik in diesem schwierigen Thema dar.
Die angesprochenen Punkte werden nun in die Arbeit der SPD Fraktion im Gemeinderat einfließen, damit die Kinderbetreuung in Gundelsheim angepasst und verbessert werden kann.
Ein herzliches Dankeschön an die Eltern, die so zahlreich zur Diskussionsrunde gekommen sind. Herzlichen Dank an Frau Bürgermeisterin Schokatz und Herrn Pfarrer Weikart für die Teilnahme.