Entsetzt zeigt sich der SPD-Strafvollzugsexperte Jonas Weber angesichts der jüngsten Berichte über die gravierenden Lücken im Maßregelvollzug des Landes. „Wenn Verurteilte einfach davonspazieren, weil es in Baden-Württemberg an den entsprechenden Plätzen fehlt, ist das ein Nackenschlag für den Rechtsstaat, dem der Sozialminister tatenlos zusieht“.
Weber: „Es ist richtig, dass die Zahl der Zuweisungen in den Maßregelvollzug deutlich zugenommen hat. Allerdings nicht über Nacht, sondern im Laufe mehrerer Jahre. Und es zeigt sich, wie wenig dem Sozialministerium unter Manfred Lucha klar ist, dass es sich bei diesen Therapieplätzen nicht um Kür, sondern um Pflicht handelt. Es kann nicht sein, dass verurteilte Straftäter gar nicht erst in Haft kommen, weil das Sozialministerium keine Plätze zur Verfügung stellt. Die Zustände schreien zum Himmel!“
Webers Fazit: „Nach der Reihe von Entweichungen zeigen die jüngsten Recherchen der ,Heilbronner Stimme‘ auf, dass es um diesen Bereich des Strafvollzugs noch viel schlimmer steht, als wir befürchtet haben. Und dass der zuständige Minister die Lage nicht einmal annähernd im Griff hat. Wenn das bedeutet, dass rechtskräftig verurteilte und teils gefährliche Straftäter frei herumlaufen, ist das absolut untragbar. Wenn Minister Lucha nicht einsehen will, dass er den Maßregelvollzug nicht einfach ignorieren kann, muss man ihn – mit Verlaub – maßregeln.“
Angesichts der angespannten, teils dramatischen Lage im Bereich der frühkindlichen Bildung fordert die SPD-Landtagsfraktion ein SOS-Programm für die Kitas im Land.
Klaus Ranger: „Dass ein Großteil der Kitas im Land die Aufsichtspflicht nicht mehr durchgehend gewährleisten kann, ist eine Katastrophe. Die in der vergangenen Woche veröffentlichte Umfrage der Kita-Leitungen im Land muss der letzte Alarmruf für die Landesregierung sein: Frühkindliche Bildung gehört bei Grün-Schwarz endlich auf der Prioritätenliste ganz nach oben! Das Land muss mehr Geld für unsere Kleinsten in die Hand nehmen und darf die Kommunen und Träger mit diesem Problem nicht alleine lassen. Wenn die Ganztagsbetreuung wegfällt, steht für viele die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf dem Spiel.“
Um die dramatischen Personalengpässe an Kitas zu lindern braucht es aus Sicht der SPD ein Sofortrückkehrprogramm und einen Aufstockungsbonus bei Teilzeit. Zudem fordert SPD-Bildungsexperte Born die Anpassung vertraglicher Leitungszeit an den tatsächlichen Bedarf und die Stärkung der praxisintegrierten Ausbildung: „Die Kita-Leitungen sind überlastet und die Corona-Pandemie tut ihr Übriges. Wir dürfen die Verantwortlichen hier nicht alleine lassen. Deshalb braucht es dringend klare und landesweit einheitliche Regelungen zur Leitungszeit, die sich am tatsächlichen Bedarf orientieren. Aufgaben des Personalmanagements, der pädagogischen Leitung oder der Organisationsentwicklung dürfen nicht zu Einschnitten in der Betreuung von Kindern führen, die Kita-Leitungen aber auch nicht an den Rand ihrer Kräfte bringen.“
Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) hatte angekündigt, Mieterinnen und Mieter für den Bau moderner Abgeordnetenbüros aus ihren Wohnung werfen zu wollen. Nach heftiger Kritik, unter anderem der SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg , können die Bewohnerinnen und Bewohner jetzt aufatmen! Der Ministerpräsident zieht die Reißleine.
Warum nicht gleich so? Mehr Empathie für die Situation von Mieterinnen und Mietern wäre bei der Landesregierung mindestens so hilfreich wie ein Wohnungsministerium.
Letzte Woche durfte ich im Landtag zur aktuellen Debatte sprechen. Es ging um die geänderten Herausforderungen für unsere Feuerwehrkräfte durch die Nutzung von Elektromobilität. Anlass für die Debatte war der Brand in einem Depot der SSB in Stuttgart-Ost. Unser aller Dank gebührt den tapferen Feuerwehrfrauen und -männern, die Schlimmeres verhindern konnten.
Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Ranger wurde am 09. Oktober 2021 in den Vorstand der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik Baden-Württemberg gewählt. Dort möchte sich Ranger für eine gute Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden mit dem Land Baden-Württemberg einsetzen.
„Franz Müntefering sagte mal: „Kommunalpolitik ist nicht das Kellergeschoss unserer Demokratie, sondern ihr Fundament.“. Die Städte und Gemeinden haben wie keine andere politische Ebene Einfluss auf das Umfeld und das Leben der Menschen.“, so Klaus Ranger. „Deshalb ist es wichtig, dass die Kommunen vom Land Baden-Württemberg ausreichend bei ihrer Arbeit unterstützt werden. Grün-Schwarz gab dabei in der Vergangenheit kein gutes Bild ab. Hier möchte ich mich für Verbesserungen einsetzen.“
Klaus Ranger vertritt den Wahlkreis Neckarsulm seit der Wahl im Frühjahr 2021 im Baden-Württembergischen Landtag. Dort ist er unter anderem Sprecher für Kommunalpolitik der SPD-Landtagsfraktion.